Eigentlich beginnt alles mit der   B e g e g n u n g … (also bevor da von Klang die Rede sein kann):

wo es doch die Begegnung (z.B. zwischen zwei empathischen Menschen) ist, welche dann zusammen einen Klang verursachen können. Der Entstehungsprozess des Klangs ist also die Magie zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Inspirationen.
Begegnung + Magie (Inspiration) = Klang

…um die Jahrhundertwende erbat Archie Patterson (Vaterfigur des ausserordentlichen Vertriebskanals „Eurock“ – für Avantgarde, Prog- und Krautrock) einen Aufsatz, ein Porträt der Mensch Musik_Aktivitäten für sein phantastisches Buch… (Archie nannte den Aufsatz ‚free-source-grammar‘)…
Sohn Reikja (a.k.a. Andri) rundete das Porträt mit einem kurzen Clip zum Epistel der heiligen Flamme des Nada Brahma ab, obwohl Mensch Music zwar nicht explizit „Kraut“ ist, aber immerhin Alpen-Humpf zuhauf o.ä.

typisches Alpengörl 2015 in Basel

Rückblickend (biographische „Details dazu) erscheint es erstaunlich, wie vergangene Erfahrungen sich erst im Jetzt erklären lassen… oder: fussen die heutigen Erkenntnisse auf  den brennenden Fragen und Experimenten eines «entfachten» Menschen?

Auf die Frage meiner Mutter, was ich eigentlich werden wolle, hätte ich ihr gesagt: „Musiker“! (weil man dabei immer spielt vs. arbeitet).
Es mussten u.a. die frühen Begegnungen mit Klang gewesen sein, bzw. wie kann man Musik (und diese HARMONIEN) bloss einfangen und damit selbst in Harmonie gelangen?
Töne einfangen… so, wie Vater Schmetterlinge mit einem Netz fing? Nada Brahma werden?
Die Frage sollte mich ein Leben lang beschäftigen.

Ist’s etwa nur der Ausklang vom Big Bang?
Wie konnte Er sagen ‚es werde Licht‘? Ein Schelm, wäre vorher nicht schon der SOUND gewesen.
zwei Dimensionen in einer: Sound und Rhythmus, Zeit und Raum.
DAS Vehikel schlechthin, gebrandmarkt als Musik. Es führt uns bis in’s Innerste unseres wahren Selbst; so etwas wie sexuelle Erleuchtung, welche in uns ewige Intuition auszulösen vermag, ewig Neues schöpft, uns bar jeder Worte verbindet, wahr macht; ein heiliger Joker, Ego_los, frei von Gedanken, frei wie die Form…EINS.

Und doch – so scheint es – morphen wir Musik zum blossen “Abbild” (unserer Musik). Aufgepiekst nach Kriterien,

befruchtet mit Mythen in einem unheiligen Gral als Brieftasche unseres ökonomischen Kalküls: Moral zu verkaufen bis zur Ethik aus der Grabbelkiste…Wir kreieren ‘eigene Stile’, giessen Dogmen aus Exegesen, beanspruchen Erfolg als Geschmackspolizei, und vergessen dabei, dass wir Sound   s i n d

mellow steady flow

Salzsäulen raffinierter (Musik)Wissenschaftler teilen raffinierteste Stile in Kategorien und Stile wie Jazz, Klassik, Rastahinz und Pastakunz etc. Musik bleibt lächerlich klein verglichen mit dem allumfassenden, omnipräsenten Sound, dem Riesenblock, von welchem jede Musik lediglich einen winzigen Splitter verkörpert. Was urteilt Professor Mozart über Dr. Punk? Darf getötet werden im Namen der richtigen Note? Heisst hören nicht verstehen? Und kam das Hören nicht lange vor dem Schwatzen? R.I.P. John Lennon!

Dass man keine Töne festhalten und reproduzieren könne war also die Wiedergeburt der flachen Erde. Was geht und was nicht? Das Mysterium der Unhaltbarkeit von Musik? Eigentlich überhaupt die Nicht-Speicherbarkeit von Daten. Zumindest auf lange Zeit. Und doch ist der Mensch besessen darauf, mit Datenbanken, wie die vormaligen Bibliotheken (Alexandria, TempelBerg etc.) ein «Wissen» (wie Musik?) für die Nachwelt zu fixieren. Paradoxerweise zerstört (und/oder) verbietet der Mensch wieder die Bücher, „schreibt Geschichte neu“, um Relikte der Vergangenheit mit neueren «praktischen Tatsachen» nach neueren Vorgaben zu gestalten (z.B. die Geschichten der Sieger)…

Gerne mache ich den Torwärter im Klan der Wegelagerer:  hier entlang dem Rheintal stehen für die alpine Nord-Süd Route alle Schlösser und Ruinen als Kontrollpunkte von wo aus beobachtet wurde, was für Güter gen Süden und/oder gen Norden passieren: wenn solch eine Karawane profitlich genug erschien, verlangten die Wegelagerer (Zollvögte, Fürste und sonstige Profiteure aller Couleur) den Obolus – einen Tribut – für die Passage.

So erklärte ich jedenfalls bei den meisten Auftragsarbeiten, warum ich einen kleinen Beitrag für dieses oder jenes angefangene Eigenprojekt erbitte:
Solche Sessions generierte u.a. eine bald 30-jährige Zusammenarbeit mit Wethli und seinem Ethno-Label „Face Music“ (Thalwil/ZH): Albi hatte den Zahn der Zeit sehr früh erfasst und brachte immer wieder Entdeckungen seiner Studien aus Uganda, der Mongolei oder Altai und a.m.
Er bereiste diese Länder, studierte bestimmte Themen (z.B. Rituale bei Zwillingsgeburten o.ä.), heuerte dann ein Ensemble an, das bereit war, ein entsprechendes Repertoire aufzubereiten und damit einer Einladung in die Schweiz zu folgen. Dann buchte er 3 Tage hier im Studio, und eine ausgesprochen produktive Zusammenarbeit resultierte in Klängen, Liedern und Gedichten. Meistens entstand mit dieseer „façon de faire“ eine ausgesprochen kreative Athmosphäre „mit freundlicher Genehmigung“. Bei solchen Gelegenheiten zweigte ich den besagten Obolus ab, einen kleinen musikalischen Beitrag für ein eigenes laufendes Projekte, erweiterte Mensch Musik um zahlreiche Klein- und GrossOde zu etwas „Noch-nie-Gehörtem“ (in dieser oder anderen Form).

Beim „Einmachen“ („Büchsieren“ = Aufnehmen) begegnete ich einer Miriade von Exzellenz in vielerlei Musik…, beim Eintauchen in deren Fraktale „sehe“ ich (mit den Ohren) deren archaische Wurzeln, die wirkliche Authentizität jeder Musik, LOGOS!). Diese Wurzel fühlt sich an wie kalte Kultur, also eine Kultur, die „still steht“, keiner Evolution unterliegt, in 1000 Jahren noch identisch bleibt, während „evolutionäre Musik“, die Entwicklung einer heissen Kultur aunausweichlich auch degenerativ wirkt (weniger ist mehr), einen Punkt der Auslöschung erreicht im Desinteresse globaler Langeweile, der Wurzelvergesslichkeit geschuldet…
Während das geschriebene Wort (konservierbar als Druck) ewig geworden zu sein scheint (heutiger Journalismus ist die offensichtliche Ausnahme…), wurde konservierte Musik auf LP redundant in nur 50 Jahren (nostalgisches Wieder-aufflackern von Zeit zu Zeit ausgenommen). Sagt uns das etwa, wir seien Hüter unserer Intuition, der Exzellenz?

Und wenn wir schon nicht die Hüter sind, liegt unser Fokus dann nicht auf dem Seher? Dem Visionär, welcher dazu bestimmt ist, unsere Intuition zu materialisieren (im Sound) und damit eine Form der Erleuchtung erreichen, ohne „Grund als Belohnungssystem“, so wie Orgasmus etwa als Konsequenz guten Vorspiels gälte?!
Es beschleicht mich die Überzeugung, dass das ‚jetzt von heute‘ alle Lügen entlarvt. Unser Bewusstsein erreicht unausweichlich volle Kontrolle bei kontinuierlicher Neu-Programmierung unserer Matrix… also: halleluja oder so etwas ähnliches!…

Fortsetzung der Übersetzung folgt (vielleicht einmal)… s’will mir doch recht hirnschwurblig sein / Stand Frühjahr 2026…

In most musics, today, we have guinness-book, Oscar-sitcoms and other piss-nobel-prizes for artists, but SOUND itself has no pantheon, no soundist to receive recognition for his “merits”. 16th century’s Johannes Keppler has signaled his ‚heavenly harmony‘ (and his book is still hard to find). Only a century later Ernst Chladni signalled his flabbergasting discoveries. No school hardly ever mentions any of it. As little as further explorations by the likes of A. Lauterwasser (e.g. Epos Dei) and many others… as the paradigm of science says: there is a reality independently from the observer… More and more seekers/seeers reveal yet more issues related to „my vehicle“, yet it falls flat under the table because of mediadic disinterest which dares me questioning the stuff that we learn vs. all the stuff we’d better be told…

Hence, I’m not interested in just music. I love all musics. I studied some for a while, went further… kept changing styles… exploring… progress…move on… just being in resonance with sound (via music) is the only importance, really. Music as a means to an end is not an issue (no condition is permanent!) but if I don’t hear the sound I imagine I might as well create one I can hear… Needless to say I literally fled from all exclusive associations, heretic clubs, members only bands etc., or being caught each time a genre took my style (or was it the other way ‘round?…)…

The best stanza in all reviews was: “This album (The Return of Peeni Waali, 1995) should not exist. It is (commercially) impossible!” Most descriptions penned adjectives like versatile, wacky, uncategoriseable, impossible to market

Sure, I dwelled for 12 years in a reggae-composition-cycle. There was the Peeni Waali expenditure (1989 – 2001) where I found comfort in the minimalistic vehicle, giving me the opportunity to experiment with opulent orchestrations,  expanding the roster of friends (Sha, 2006), fractal it to Persian inflections (Shab Tab, 2012), soaking up Sufism.

Finally, I returned to the very basic roots of the city where I was born (Basel) and even wrote a piccolo march (for the local carnaval). This recent discovery anchored my philosophy all the more in that the carnaval represented an unprecedented freedom of form: unlike the dreaded stage appearances, concerts with wet panties contests between guitarists and drummers, the foolishness of making 2,5 bucks per 36 hours non-stop, no sleep etc.. Marching in the streets playing piccolo, wearing a mask, being incognito, doing it for no mercantile purrpussy, but for sole hedonistic pleasure, revealed an extraordinary blessing. One gives his creations, one receives a smile of a spectator, one is active (playing) and passive (looking at the spectators), continually on the move. There is no competition, no gain at stake, no “reward”, no record release and press shoobidoo, but just fully being one by being present. Katharsis. Period.

Having received that gift of perception (our vehicle), we owe it to Wakantanka to being original and grateful for letting us drive His astral Aston Martin, for being an embassador of originality, some kind of James Bond with plenty astral bum-bummies to quentch this insatiable (vain) thirst for ‚more‘, more kicks, more idols, more billionnaires to admire etc.

Looking back, I’m quite pleased that there are many original such attempts in my back-catalogue even if the joker often popped up his head and shouted name-dropper, copycat, iconoclasticus intellectualitor, etc… The originality sometimes resided in different approaches to joyful noise. I don’t mean necessarily playing oboe upside down or 10,000 ukulele-players naked in Hide Park, but e.g. making musical partners jump over their own shadows = another vocation dear to me: musical voyeurism…I like looking at it that way for the track with Linton Kwesi Johnson’s poem Beacon of Hope.