Biography

2020 (im Mai?) verlässt uns Beery! R.I.P.
Ein erschütternder Verlust……
der Mann mit dem Ponscho übermittelte mir die Nachricht…
Wir kamen überein, Cornelius Busers „Beeryade“ hier aufzunehmen. Ein grossartiges Stück! Eine tolle ‚recording session‘!

Erkenntnis unserer Bedeutungs_“Tiefheit“. Ganz und gar nicht das Gegenteil von derselbigen „Hoheit“. Aber beknallt scheint der Mensch bei jeder Gelegenheit immer mehr zu werden… (ob Jahrhundert- oder Dezenie_wechsel…)
Und das ‚weniger ist mehr‘ wuchert über die Langeweile des Ruhestands…
Ein „Seiteneffekt“ neben der Corona Hysterie mit all seinen gehässigen ‚Ver…“ (-dächtigungen, -zeigungen, -schwörungen) und Schlimmeres war sicherlich die Erkenntnis, alles ginge nicht mehr ohne reflektierte Aufarbeitung von Kontroversen und Enttäuschungen über gespaltene Beziehungen… Meinungen wurden zu Beziehungskeilen und – am schlimmsten – eine ganz Generation wurde eines unwiederbringlichen Lebensabschnitts beraubt…
Damit offenbart sich wie „selbstverständlich“ (zwingend) das Wohlergehen unserer nächsten Lieben ist, z.B. wenn sie mit Impfnachweisen von Universitäten ferngehalten werden! Da landet man doch gerne auf der Strasse… am besten auf dem Bundesplatz!…

Es „tödelet“ ringsherum, und gerade darum geht das Leben erst recht weiter:

Ein Face Music „outtake“/Projekt bietet sich an, einen Ausschnitt zu „vertonen“:

das wunderbare Sextet aus Khakasien bot mit Aufnahmen (2017) eine herrliche Vorlage, auf Beery’s seminale Komposition „Summervogel“ als Inspiration für einen Flügelschlag zu einem stillen Abschiedsgruss zu wagen… (es blieb – leider – immer unvollständig/nicht ‚erschlossen‘ mangels „Mitmachlust“ anderer… (man kann doch nicht immer alles allein stemmen!…)

2021
Aber wo es doch so viel mehr als einfach nur zu „sein“ scheint, was TUN? Was ist machbar? Nur noch fühlen, was gut ist, ganz ohne Glaubensbekenntnisse? Achtung, fertig, loslassen?
…imagine no posessions!
Gerade die Narben eines erfüllten Lebens prickeln umso mehr beim unvermeidlichen Loslassen.
Also ab auf die Müllhalde mit 300 kg CDs… der gesamte Mensch Musik Katalog… Lockdown_Zeit für ein bisschen Musik!


Sicher / geschätzt 4’000 Stück, wenn nicht mehr! Ein schwerer Stein, der doch von Herzen fällt…

Etwas erschaffen bleibt Kredo: nebst dem da kommenden „Schnuurepflutteri“_Pfeiffer_Tohuwabohu, noch „schnell“ das Video eines unveröffentlichten Stückes von LKJ zusammengestellt, eine Elegie an Kamau Brathwaite (R.I.P.)…

…Vipassana (Meditation) und Ayahuasca Zeremonien nehmen mehr und mehr Zeit und Platz ein… das Bedürfnis den alten Geistern und Dämonen zu „verzeihen“ o.ä…
…neue musikalische Konzepte steigen aus dem Leerlaufnebel…
…der erfreuliche Seiten-Kick macht den Rest:
die frühen Aufnahmen von „Kulu“ (1981 – 1986) werden neu/wiederveröffentlicht auf dem französischen Label „Décale“. Geplant dazu war eine Bonus Kassette (!) mit Outtakes; alles in einem DoppelUmschlag, welcher das Gesamtgemälde (von Alex Rabus) zeigt, mit mehreren Neuauflagen/Neufassungen/’Outtakes’…
+ das weiter unten erwähnte Stück, (bzw. die Vorbereitungen dazu)… kurzum
fortlaufende Begegnungen

2022

was lange dauert, soll auch gut Weile haben… :

„Schnuurepflutteri“ war zwar bereits unmittelbar nach „fuudyblutt“ im Köcher, aber es brauchte viel ‚Mutationen‘, weil immer wieder irgend etwas nicht genehm war o.ä., also wurde die Veröffentlichung zurückgestellt, und ich tüftelte ein „unmögliches Video“ (aus „Rache wegen ewiger Nörgelei“), woraus der ‚Tatterrabatt‘ (2016) destilliert wurde, aber – als „Strafe“ – mit einem 7/8tel Einstieg….
Mein Selbstvertrauen war gefestigt auf den Punkt, allen Unkenrufen zum Trotz, mir nicht mehr dreinfunken zu lassen, bzw. in Zukunft alles so zu gestalten, wie ich es für ‚richtig‘ halte…
Darum kam „TatterRabatt“ zwar vor dem Schnuurepflutteri raus… – ohne Trommeltext – aber zusammen uraufgeführt in Géralds formidablem Herbschtkonzärtli…

Im Sommer begannen hier (vor dem Haus) die gefürchteten Umbauten vom Umschwung, was mit einem symbolträchtigen Kalschlag beginnen sollte, der bis heute anhält, die Vögel (Raben und Elstern) in Unruhe zu versetzen: jedes Jahr kommen sie und beschauen sich die traurige Überbauung, welche mit dem Verlust des mächtigen Nussbaums einherging. Ihre ganze Jugend und offensichtlich auch Nistplätze waren einfach nicht mehr da…

2023

der weitere Ausbau am Haus – der Ostbalkon – hatte bereits begonnen und die „Aussicht“ war mit dem ‚enger Wohnen’_Kredo der Baumatadoren erheblich geschrumpft…
Andri konnte mit einer Drohne just noch einen Überblick/-Flug festhalten, wie unser „G’hütt“ so in der Landschaft steht…
Die Musik dazu war dem Zeit- und Spieltrieb geschuldet…

und zur weiteren Bekämpfung von Unmut, keimte die Idee, mal ein Stück für „BassPiccolo wirklich an der Front“ umzusetzen.
Ein Video lieferte die Steilvorlage dazu. Ich kontaktierte den Protagonisten, Xabier Diaz.
Auch ein Versatzstück vom/aus „Dragon Lunaire“ (aus Hadouks, bzw. Didier Malherbes Feder) durfte nicht fehlen.
Der Mann mit dem Poncho schickte postwendend eine Skizze mit einem Vorschlag inkl. einem eigenen Versatzstück…
…eine ausgesprochen erfreuliche, intensive Zusammenarbeit.
Der „Bâskilisk“ nahm Fahrt auf…
…ein pfiffiges 5/4tel Stück mit 3 BassPiccoli… eins im Cantus Firmus!

2024

das Jahr des Drachen (also auch meins)…

Zeit für eine Zeitenwende? Zuwendung zu einem neuen Lebensabschnitt?
Warum nicht schon mal Abbau vs. Umbau? Den Haushalt / das Studio entschlacken, entrümpeln, besser Arrangieren (die heilige Kuh der Musik!)… es scheint, der Refrain heisst ‚Loslassen’… auch das Ultra-rare… Refrain… Seminale… Refrain… Unverzichbare und -vergessliche… Refrain… vermeintlich integraler Bestandteil seiner selbst… Refrain…

Was bleibt ist der Wandel, also wechselt die Seite des „Fan vom haben, haben, haben, des Sammlers, des Archivars mehr und mehr auf die Seite zur Cabale der Wahrhaftigen… jegliche Sakrilege hergeben… wenn schon, dann nur noch dem „Sound huldigen“ o.ä.

2025

Knubel (R.I.P.)
Bruder Philippe (R.I.P.) – 20.09.

Baskilisk wird aufgeführt.

jadoa

…im allgemeinen also guten Mutes unterwegs… möge die Welt sich noch so verändern, alles ist möglich, alles wird „gehen“ solange wir bewusst gestimmt/intoniert bleiben und friedlich bestimmt bleiben…

2026

Allen Narben zum Trotz, wird’s Zeit, die Pfeiffer-Aktivitäten auf ein schmaleres Repertoire zu trimmen und nur noch zu spielen, was – ganz nach persönlichem Geschmack und Vorlieben – wirklich Spass macht… (vielleicht nochmal etwas schreiben, wer weiss…)…
Vielleicht schreibe ich mal etwas Persönlicheres…

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nachtstehend noch etwas Dokumentation vergangener Konsomationen, weniger dem Kreativen geschuldet, aber als Inspiration, „Quellmaterial“, Detail vom angestauten  Vergangenheits_Balast im Zuge des Loslassens (vieles war ja bereits in der Mulde), ein Ausschnitt sensibler Schätze im „Inventar“:


Nebst all den o.e. Begegnungen wurde das Gehörte also mit dem Visuellen ergänzt.

Als hardcore Konzert_Pilgerer (von Mitte-60-er bis ca. Mitte-70-er) entstanden nicht nur Aufnahemen auf Band (Uher 4400 mit 30 cm Spulen, 19 rpm), sondern auch viele Photos, mit Photoalben und zahlreichen signierten LP’s.

…die Urformation von „Colosseum“ anlässlich eines Konzertes in Montreux an einem heissen Nachmittag…

Dick Heckstall-Smith (nach dem Konzert)

@ Sam: eins dieser Negative beinhaltet ein Photo von Eddie Boyd im „Brändis“ (eine ‚Disco‘ in Basel, wo ich auflegte…). Das könntsch mr jo denn emol bi Glägehäyt schicke, gäll?! (dort begann meine „Karriere mit Eddie“).

Crimso 1971 in England…

the Nice in Basel (1968)…

unvergessen bleibt die Erinnerung nach dem Konzert in den Kulissen des Theaters: eine grossartige Jamsession von Keith Emerson und Patrick Moraz!…

Diese (signierten) Alben sind mittlerweile auch sauber gescannt… genau so wie die Konzertmitschnitte davon digitalisiert wurden…

Die früheren Konzerte (wie Spooky Tooth, Yes, Fleetwood Mac u.a.m. von 1967 – ’69?) existieren nur als visuelle Dokumente…
Wie etwa Chicago Climax Blues Band, welche eine ganze Woche im ‚Atlantis‘ gastierte:

…während Cactus (in Montreux) bereits auch als Live-Aufnahme besteht (ein herrliches Konzert)… Carmine Apice und Tim Bogert mit Vanilla Fudge ein paar Jahre vorher (leider) just noch nicht!

Es sind sicher weit über 100 solcher Ereignisse gewesen… mit Pferdeposter (inkl. Fohlen!) et all…
Ein ‚Fundus‘ für wen? Und für was?
Wen interessiert heute eigentlich noch dieser Mick Taylor als 20-Jähriger bei John Mayall (hier in Basel, 1968 oder -69?)?

Ich brauche einfach den Platz für das grössere Bild. Im Hier und Da…


Aber Annekdoten/Zoten gab’s zuhauf, wie z.B.:
Das Konzert vom 4. Dezember 1971, der Tag an dem – während einem Frank Zappa Konzert – das alte Casino in Montreux warm saniert wurde („Smoke on the Water“). Um die Aufnahme dazu rankt sich eine spannende, authentische Geschichte:
Natürlich war auch dieses Konzert tadellos – verbotenerweise – aufgezeichnet (immer noch mit dem Uher 4400) und mehrmals (eigenhändig) digitalisiert worden – ca. 10 Jahre später hochauflösend und 2017 nochmals mit ziemlich identischem Resultat…

Das Band hat sich gut gehalten… Die Qualität bleibt einzigartig und ist auch heute noch – glaub‘ – die einzig existierende Aufnahme…

item… ca. 1990 oder ’91 (20 Jahre danach!) besuchte mich ein

er hätte viele tolle Aufnahmen zum Tauschen… er habe gehört, ich hätte dieses Zappa-Konzert…
Ich meldete sofort, dass ich keinerlei Absicht, etwas zu tauschen oder überhaupt Interesse daran habe, dass diese oder übehaupt Aufnahmen aus meinem Archiv veröffentlicht werden. Also plauderten wir eine Weile, es wurde spät, ich offerierte ihm Gastfreundschaft, nachdem wir uns das Konzert (auf einer Kassetten-Kopie davon) angehört hatten und ich diese Kassette … relativ „übersichtlich“ (!)… im Gerät hatte liegen lassen. Als ich am Morgen aufwachte, war besagter Ralph Thomas – inkl. Kassette – über alle Berge. Er wusste nicht, dass die Kassette nur eine Kopie war…
Ich rief ihn noch an, wollte ihn zu Red und Antwort stellen… er sagte, „so etwas“ würde er nie tun… kurzum… einige Monate später kam’s als Doppelalbum sowohl auf Vinyl als auch auf CD heraus mit genau dieser Aufnahme:


Warum ich so sicher bin, dass es „meine“ Aufnahme ist?:
Zum einen waren die Schnitte anders: die Uher Bänder mussten ja nach ca. 20 – 30 Minuten gekehrt werden (die Kassette erst nach 45 Minuten). Das heisst, der 45-Minuten_Schnitt ist ganz deutlich auf diesen Bootlegs zu hören (inkl. natürlich der 30 Minuten Schnitte), auch wenn das zusätzlich mit einer anderen Anordnung der Stücke zu beschönigen versucht wurde…

Die deutliche „Nahaufnahmen“ rühren daher, dass ich bei allen Aufnahmen von Konzerten immer die beiden Mikrofone unter den Haaren versteckt auf einem Schultergestänge solide montiert hatte. Darum hört man – am Ende der Aufnahme – beim Ausbruch des Brandes, deutlich auf einem der beiden Kanäle (es hatte in der Hitze des ‚Gefechts‘ eins der Mikrofone vom Uher 4400 ausrupft): „hou, dasch denn vrjääst… ha zerscht gmeint, das sey e Zappa-Witz“… und dann – mit relativ dickem franz._Akzent: „passes-moi la chemise… j’peux plus marcher… faut absolument que j’range mes microphones“… und… „hein, on reste ensemble“… bevor wir duch die Tiefgarage in’s Freie kamen…

Ich kontaktierte Frank Zappa (ca. 1990/’91), erklärte ihm das Missgeschick (ich war zum Zeitpunkt des Casino-Brandes gem. Schweizergesetz sogar noch minderjährig…!), und machte ihm folgenden Vorschlag:
gerne komme er doch in die Schweiz (grosszügige Einladung inkl. Familie für einen diskreten Aufenthalt im schönen Bündnerland) und ich schenke ihm das Original-Band, und dann könnten wir einen Schachmatt_Zug wie folgt angattigen:
Zappa bringt das Konzert auf seinem eigenen Label in seiner „Beat the Boots“_Serie  raus, und gibt mir eine Europa-Lizenz für die Veröffentlichung der gleichen Aufnahme auf meinen Label „Mensch Records“.
Damit könnten wir dem Mistkerl das Handwerk legen, weil’s unter Kontinentalem Recht (Suisa, Gema, Sacem etc.) rechtsverbindliche Konventionen gibt, die in America nicht greifen (!).
Zappa meinte, ja, „sounds good, talk to my wife for schedules“ und reichte mir Gayle an den Aparat. Ich erklärte ihr die Sache ebenfalls, und sie fuhr mir wutentbrannt über’s Maul, was mir einfalle und „don’t you know that Frank never done anything for anybody else but himself“ u.a.m…. worauf ich meinte: „it’s never too late to start a good thing“…) und und und… kurzum…
Ende mit Piepston.
Eine Begegnung, die nicht stattfinden sollte…!…

Auf Discogs ist festgehalten, dass das Konzert effektiv auf Zappa’s „Beat the Boots 1992″ (im July) herausgekommen ist!…
Ich kenne diese Beat the Boots Ausgabe nicht, aber ich vermute, dass dort die originale „running order“ der Stücke wieder hergestellt worden ist, Schnitte hin, Schnitte her… man müsste das mit der eigenen Digitalisierung eruieren (daran habe ich nämlich/garantiert keine „SchönheitsOperationen“ unternommen…)…

Ob dieser Thomas die Kassette „einfach noch schnell“ an Zappa verkauft hat (bevor er sein „eigenes Bootleg“ rausgab), also ob das ein abgekartetes Spiel war…?
Wir werden’s nie erfahren, es sei denn, ich treffe mal auf dessen Sohn o.ä… (wenn Dweezel überhaupt in Vaters Firma involviert ist)…
Im Nachhinein (nach meinem Telefonat mit Gayle Zappa) versuchten mich diverse „Anwälte“ (… von Zappa’s Gnaden? o.ä…) zu überschnorren, ich müsse ihnen dieses Tape ausliefern, bzw. die Sache blieb „unverrichteter Dinge“…
Irgendwie kam mir noch zu Ohren, dass dieser Thomas im Knast gelandet sei; er sei der Drahtzieher von einem „berühmten Bootleg_Label“ (Quality Records) gewesen, das Label mit dem Schwein drauf…

Zappa starb 2 Jahre später (am 4. Dezember 1993, 22 Jahre nach „Smoke on the Water“… mich tschudderet’s!…

Auch beim 1970-er Pink Floyd Konzert (noch im alten Casino) gab’s ziemlich „Stunk“. Da kamen massenhaft Bootlegs (als CD’s) heraus. Sowohl vom Samstags- als auch vom SonntagsKonzert…
Man hat mir erzählt, dass viele versucht hätten, den Bandriss zu kaschieren mit anderen Version… sowas wär mir zu dumm gewesen, und stammt erst recht nicht aus meinem Archiv… vielleicht mal eine forensische Arbeit für Sam? 🙂

Auch die Aufnahmen von Colosseum (vor dem Swimming Pool am Casino) divergieren ’seltsam’… es gibt offensichtlich eine „offizielle“ CD (auf Repertoire Records…?…!…)… Die CD behauptet, es sei von einem Abendkonzert (von dem ich nichts wusste), und seltsamerweise decken sich die Aufnahme auf den Punkt meiner Nachmittagsaufnahme… (man hat einfach einen grossen Hall drüber gehängt…)… und die CD (erhältlich nur über MailingPost aus Deutschland…!…?…) erwähnt lustigerweise einen Frosch, der in’s Wasser springt…

…je nu… auf jeden Fall hatten wir’s lustig…

James Litherland, Gitarist…