{"id":3497,"date":"2022-06-07T08:06:30","date_gmt":"2022-06-07T08:06:30","guid":{"rendered":"https:\/\/mensch3000.ch\/2022\/06\/07\/luzerner-nachrichten-lln\/"},"modified":"2024-02-26T11:46:48","modified_gmt":"2024-02-26T11:46:48","slug":"luzerner-nachrichten-lln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/2022\/06\/07\/luzerner-nachrichten-lln\/","title":{"rendered":"Luzerner Nachrichten (LLN)"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><h1 class=\"w-post-elm post_title align_center entry-title color_link_inherit\">Luzerner Nachrichten (LLN)<\/h1><div class=\"w-separator size_small\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_center\"><div class=\"w-image-h\"><img width=\"542\" height=\"852\" src=\"https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN1.jpg?wsr\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN1.jpg 542w, https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN1-191x300.jpg 191w, https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN1-509x800.jpg 509w, https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN1-254x400.jpg 254w\" sizes=\"(max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_center\"><div class=\"w-image-h\"><img width=\"543\" height=\"471\" src=\"https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN2.jpg?wsr\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN2.jpg 543w, https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN2-300x260.jpg 300w, https:\/\/mensch3000.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/LLN2-461x400.jpg 461w\" sizes=\"(max-width: 543px) 100vw, 543px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><b>\u00a0Von vielen Leuchtk\u00e4fern illuminiert &#8211; Lustvoll, eigenwillig<\/b><\/p>\n<p>Peeni Waali ist ein markttechnisches Wagnis. Ein wundersch\u00f6nes Konzeptalbum mit Musikern aus der Schweiz, aus Jamaika, England und Amerika, das trotz seiner N\u00e4he zu Reggae kaum einer bestimmten musikalischen Richtung beizuordnen ist. Dem gerade wegen seiner lustvollen Eigenwilligkeit viele H\u00f6rer zu w\u00fcnschen sind.<br \/>\nDer Regga-Poet Linton Kwesi Johnson hat seit 1994 keine eigene Platte mehr ver\u00f6ffentlicht &#8211; auf der Schweizer Produktion &#8220;Peeni Waali&#8221; tr\u00e4gt er nun ein speziell f\u00fcr dieses Projekt verfasstes Gedicht vor. Der jamaikanische Posaunist Rico Rodriguez, der zu den grossen Instrumentalisten des Ska geh\u00f6rt, ist in den letzten Jahren nur noch selten als Session-Musiker in Erscheinung getreten &#8211; &#8220;Peeni Waali&#8221; wird durch seine charakteristischen Intros und Soli wesentlich mitgepr\u00e4gt. Der verr\u00fcckte Dubmaster Lee Perry (der zwei LP\u2019s von Bob Marley &amp; the Wailers produziert hat) lebt seit einiger Zeit in der Schweiz, ohne bisher mit der hiesigen Musikszene gross Kontakt zu haben &#8211; f\u00fcr &#8220;Peeni Waali&#8221; ist er eigens ins Studio Mensch gekommen und hat einen pers\u00f6nlichen Beitrag geleistet. Wie auch der Z\u00fcrcher Rocks\u00e4nger Rams, die Mitglieder der Gruppe D\u00e9bile Menthol und viele andere.<br \/>\nAnsteckende Begeisterung<br \/>\nZu einer musikalischen Einheit zusammengeschweisst worden sind diese verschiedenen Elemente durch Fizz\u00e8 aus dem Umfeld von D\u00e9bile Menthol. Auf seinem &#8220;Mensch&#8221;-Label hatte er bereits zwei bemerkenswerte experimentelle Alben (&#8220;Kulu Hatha Mamnua&#8221; und &#8220;Manoeuvres d\u2019Automne&#8221;) und eine Maxi mit Rico und der Westschweizer Heart Beat Band ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr &#8220;Peeni Waali&#8221; hat er nicht nur sein eigenes Talent als Multiinstrumentalist und Produzent eingesetzt, sondern vor allem auch die F\u00e4higkeit, andere Musiker f\u00fcr eine Idee zu begeistern und zur Mitarbeit zu gewinnen.<br \/>\nDie urspr\u00fcngliche Idee war eigentlich mehr ein starker optischer Eindruck: ein von vielen grossen Leutk\u00e4fern illuminierter Baum, den Fizz\u00e8 einmal in jaaika gesehen hat. Dort heisst dieses Ph\u00e4nomen &#8220;Peeni Waali&#8221; und gem\u00e4ss Volksmythologie soll es ein Zeichen f\u00fcr Hoffnung sein. Dieser markante Hoffnungstr\u00e4ger gibt dem Album das Thema, ohne dass dieses allerdings \u00fcberm\u00e4ssig strapaziert wird. Der Grossteil der Nummern ist instrumental.<br \/>\nDer leuchtende Baum<br \/>\nDrei der Texte sind verschiedene Interpretationen von Jamaikanern zum &#8220;leuchtenden Baum&#8221;. Als Auftakt des Albums weitet Linton Kwsi Johnson die traditionelle Bedeutung von &#8220;Peeni Waali&#8221; aus und interpretiert ihn als Symbol f\u00fcr pers\u00f6nliche Entwicklung und Transormation. Lee Perry schweift in &#8220;Licht &amp; Stein&#8221; bald ab und kommt zu seinem neuen Lieblingsthema, das er bereits auf seinen letzten beiden LP\u2019s breit variierte: die Schweiz und der besondere Stellenwert des Geldes in diesem Land. Und der jamaikanische Raggamuffin Bruce Harris bringt am Schluss in einem nonsense-talk das Hoffnungssymbol in Zusammenhang mit dem sozialen Elend in seinem Land.<br \/>\nDer Rest ist vor allem Musik vom Feinsten. Keiner der Stars (unter ihnen auch Dennis Bovell und Robbie Shakespeare) dr\u00e4ngt sich in den Vordergrund, das Album ist Teamwork im besten Sinn des Wortes. Obwohl viele der beteiligten Musiker dem Reggae nahestehen, ist es kein eigentliches Reggae-Album. Bezeichnenderweise wird bei der ausgepr\u00e4gtesten Reggae-Nummer, der Single-Auskoppelung &#8220;Rockaman Soul&#8221;, der Bass- und Drumpart von Schweizern gespielt. Durchgehend werden musikalische Genregrenzen und Erwartungen durchbrochen. Das zeigt sich schon am eingesetzten Instrumentaribum, das neben Handorgel, Violine, Fl\u00f6te, Zither, Ukulele, Balafon und Kalimba etwa auch Milchkannen und Flaschen umfasst. Ein vierstimmiger Frauenchor hat ebenso seinen Platz wie ein auf einem saudiarabischen marktplatz aufgenommener Muezzin. Mein liebstes St\u00fcck ist &#8220;Irish Ire&#8221;: eine unwiderstehliche Mischung zwischen irischer Volksmusik und Dub.<br \/>\nDie musikalische Leistung wird abgerundet durch eine liebevolle und durchdachte Pr\u00e4sentation. Das Cover ist vom Ostschweizer K\u00fcnstler Kurt Benz gestaltet, das kunstvolle Layout der CD-Brosch\u00fcre hat ein Spezialist gemacht. Dass &#8220;Peeni Waali&#8221; eine Art &#8220;work in progress&#8221; ist, wird dadurch betont, dass auf den verschiedenen Formaten und Musiktr\u00e4gern zum Teil unterschiedliche Versionen einzelner Nummern zu h\u00f6ren sind. Das Album ist auch auf DAT erh\u00e4ltlich, und die LP-Version enth\u00e4lt einen zus\u00e4tzlichen Bonustrack.<br \/>\nAnregend<br \/>\nAls Ganzes ist &#8220;Peeni Waali&#8221; ein gegl\u00fcckter Versuch, die immer durchl\u00e4ssiger werdenden Grenzen zwischen verschiedenen Bereichen der Welt-Musik fruchtbar zu nutzen. Dass sich das Experiment gelohnt hat, zeigt bereits die eben auch auf dem Mensch-Label erschienene neue LP von Linton Kwesi Johnson, &#8220;Tings An Times&#8221;, die deutlich von der Schweizer Produktion &#8220;Peeni Waali&#8221; beeinflusst ist.<\/p>\n<p>aus LLN und BZ von Guido Stefani<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Luzerner Nachrichten (LLN)\u00a0Von vielen Leuchtk\u00e4fern illuminiert &#8211; Lustvoll, eigenwillig Peeni Waali ist ein markttechnisches Wagnis. Ein wundersch\u00f6nes Konzeptalbum mit Musikern aus der Schweiz, aus Jamaika, England und Amerika, das trotz seiner N\u00e4he zu Reggae kaum einer bestimmten musikalischen Richtung beizuordnen ist. Dem gerade wegen seiner lustvollen Eigenwilligkeit viele H\u00f6rer zu w\u00fcnschen sind. Der Regga-Poet Linton...","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3497"}],"collection":[{"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3497"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3610,"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3497\/revisions\/3610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mensch3000.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}