Jazzthing Nr. 68 (April/Mai 07) über "SHA":

Im Appenzeller Land klügelt seit Jahren ein Multiinstrumentalist und Produzent feine Ideen aus, deren guter Ruf sein Studio längst zur Anlaufstation für Musiker vom Schlage eines Taj Mahal oder Linton Kwesi Johnson gemacht hat. Fizzè, so nennt er sich zuweilen, hat unter dem Alias Peeni Waali seit 1989 einige wenige Alben auf den Markt gebracht, die allesamt durchweg interessante Werke enthielten. Zu den Beteiligten zählten neben den schon Erwähnten Michael Rose, Lee Scratch Perry, Georgie Fame, Hossam Shaker, Shirley Ann Hofmann, Barbara Dennerlein und der Hackbrettspezi Roland Schiltknecht. Das ist übrigens nur eine kleine Auswahl. Und nun „SHA“ (www.mensch3000.ch), ein Projekt, mit dem Peeni Waali seit Wochen in den World Music Charts Europe auf den vorderen Plätzen steht. Es ist gewissermaßen ein Gemeinschaftswerk mit Roland Schiltknecht, der eindrücklich belegt, welche beachtliche Bandbreite seine Bretter einnehmen können, was Klang und Stilistik betrifft. Sphärische Sounds, geformt mit Santur und Cello, Cimbal und Balafon, unterfüttert mit Fizzès „soundscapes“, changieren mit wuchtigen Dubs oder lustigem Ländlerstoff. Dazwischen eine Orgie in Sachen zappaesker Rhythmik. Didgeridoo, Blues Harp, Hammond, Obertongesang, Tuba, Sax, Posaune, Alphorn: Das Instrumentarium ist umfangreich, nie aber überladen eingesetzt, stets im Dienst an der guten Sache sozusagen. An dem Album hat man eine Menge zu hören.

 

 

News